Vielen lieben Dank unserem langjährigen Vorsitzenden Mümmel für diese tolle Rede/Chronik - mit sehr viel Mühe zum Detail - anlässlich unseres 40 jährigen Bestehens!

 

 

Begrüßung und Dank

 

Ich darf Euch heute herzlichst begrüßen. Mein Dank gilt Kurt und Klaus dafür, dass ich jetzt mal eine Geschichte aus alter Zeit erzählen darf – Opas können das ja bekanntlich.

 

Eine Geschichte mit dem Thema „40 Jahre Ski Club Waldsolms“ oder auch

„Wie drei gute Freunde in den Vorstand kamen.“

 

Ein herzliches Grüß Gott auch an  unseren ehemaligen 1. Vorsitzenden Günter Kramer. Der allererste Vorsitzende und  unser Ehrenmitglied  Günter Maurer kann leider nicht anwesend sein, er grüßt Euch alle von Herzen.

Wintersport gab es in Brandoberndorf schon immer.

Gerodelt wurde in der Schnurgasse, in der Zingel , am Gaulenberg und die Cleeberger Straße runter.

Schlittschuhlaufen auf Tommies Wiese´, unterhalb der Dreschhalle. Die Wiese war immer überschwemmt , ansonsten haben wir Kinder nachgeholfen.

Alpinskilauf – wo es möglich war. An der Wiedemühl am Reichebergsgraben oder auch mal einen Feldweg runter.

Inspiriert durch private Fahrten auf unseren Feldberg dann auch schon in die Alpen aber auch durch organisierte Reisen mit Sport Best und anderen Ski Clubs, wurden die aktiven Skiläufer in Waldsolms, darunter  auch schon viele Kinder und Jugendliche immer mehr. Aber Wintersport war teuer und ein zweiter Urlaub im Jahr oft nicht drin!

Als dann endlich im Winter 1978/79 reichlich Schnee fiel und liegen blieb – ergriffen

die Macher die Initiative.

 

Die Macher, das waren die Presskopp Singers. Sie organisierten einen Shuttle Service von der Hasselborner Straße zum Jagdhaus Horridoh. Dazwischen war die Piste.

Es fuhren:

Ortwin Diebel – mit seinem „Fliesenlegerbuschen“.

Klaus Schwarz – Opelbus eigentlich für seine Crossmaschine angeschafft.

Dieter Rinker – Fordbus für  Jugendfußballer des TuS Brandoberndorf.

Lothar Beckert Best – er hatte massive Sitzbänke auf einen VW Transporter gebaut.

und Reiters Apfelweinbuschen transportierte außer Apfelwein auch Skifahrer.

Es wurde gegrillt, Adelwein heiß gemacht und gefeiert.

Im Februar 1979 gab es die erste Waldsolmser Skimeisterschaft. Lothar Beckert Best hat mir ein Bättchen zur Verfügung gestellt, aus dem ich kurz zitieren darf:

….......................................... Vorlesen der Ergebnisse.....................................................................

Diese Begeisterung und diesen Schwung nahmen viele Teilnehmer, Zuschauer und Freunde des Skisports mit und trafen sich am 20. 3. 1979 im „Deutschen Haus“. Es sollte der Ski – Club Waldsolms gegründet werden. Siehe Liste...........

Eine Satzung musste erstellt werden. Gemeinnützigkeit beim Finanzamt beantragt werden. Der Verein beim Amtsgericht in Wetzlar eingetragen werden. Mindestens 7 Personen müssen bei einer Vereinsgründung namentlich genannt werden. Eingetragener Verein – Amtsgericht.

In unserem Fall waren es 10, die im Protokollbuch als Gründer benannt sind:

Günter Maurer, Klaus Hofmann, Eugen Gass, Jochen Schmidt, Walter Busch, Friedel Ernst,

Dieter Rinker, Bernd Mayer, Ottmar Stahl und Gerald Reiter.

Als Gründer gelten aber alle, die bei dieser Sitzung anwesend waren.

In den 1. Vorstand gewählt wurden:

  1. Vorsitzender Günter Maurer
  2. Vorsitzender Albert Mayer

      Kassierer Klaus Hofmann

      Schriftführer und Pressewart Dieter Zimmermann

      Sportwart Joachim Schmidt

      Jugendwart Bernd Mayer

      Vergnügung – und Tourenwart Friedel Ernst

Die drei guten Freunde waren jetzt im Vorstand.

Günter – Gündi

Klaus – Goofy

und Dieter – Mümmel

 

Wer Skifahren will im Winter muss fit sein, also brauchen wir eine Skigymnastik und zwar ganzjährig. Die Halle war belegt und für einen neuen Verein gab es keine Zeiten, aber wir haben nie lockergelassen. Der HSV – Hasselborner Sportverein hatte eine Hallenbelegung, die sie aber nie nutzten und so hatten wir unsere Stunde Skigymnastik. mitwochs ab 19,00 Uhr. Und anschließend natürlich Apres bei Erntschde. Was haben wir gefeiert.

Gundolf Duvier war unser erster Übungsleiter, danach übernahm Eberhard Emrich. Wir legten großen Wert darauf, dass alle Übungsleiter qualifiziert waren.

Der Ski Club wurde erweitert auf Ski – und Wassersport Club Waldsolms, Friedel konnte uns alle für den Surfsport begeistern. Es wurden Kurse gemacht und bestanden, eine Vereinsbrett angeschafft. Unsere Ziele waren die Krombachtalsperre, das Isselmeer in Holland, auch schon mal das Mittelmeer aber der Schwerpunkt war Sylt. Friedel war immer Ansprechpartner, Organisator unser Fachmann, Freund und Helfer halt.

Ich habe jetzt schon ein paar Namen genannt und werde bis zum Schluss meiner Rede bestimmt den einen oder anderen vergessen/ nicht erwähnt haben, deshalb jetzt ein herzliches Dankeschön einfach an alle die im Verein ein Ehrenamt innehatten, mitgeholfen haben. Eingeschlossen natürlich alle die im Vorstand in 40 Jahren (egal in welcher Funktion) mitgearbeitet haben.

Blick in die Runde …...........................................

Besonderer Dank meinem Freund  Klaus, der tatsächlich seit 40 Jahren als Kassierer im geschäftsführenden Vorstand ist.

 

Also eine Skifreizeit organisieren – das können wir doch auch!

Herbstferien 1980 – die erste Söldenfahrt unter eigener Regie. Diese Herbstfahrten sind nie ausgefallen – 40 Jahre!!! Also diese erste Fahrt wurde ein Riesenerfolg und legendär – noch heute wird davon gesprochen. Meine Frau Ulla war dabei und Christin – leider noch nicht auf der Welt!! Ich konnte nicht mit, da meine Mutter kurz vorher gestorben war. Ulla wechselte über Nacht ihren Beruf – aus einer Lehrerin wurde eine Krankenschwester, assistiert von Holger Busch.

Viele Herbstfahrten kamen dazu, fast alle Gletscher in Österreich wurden befahren (außer dem Mölltaler). Die Aktiven waren in Zermatt und sogar in den kanadischen Rocky Mountains und kamen zurück mit tollen Eindrücken und noch besseren Bildern der grandiosen Winterlandschaften.

Film – und Diaabende wurden anfangs veranstaltet, nach einer Stunde schliefen die meisten. 3 Minuten Filme mit der Super 8 !!!!! Am gleichen Tag nachmittags eine Tauschbörse.

Es gab einen Tanz in den Mai im Saal bei Ernstde, mit einem Spanferkel aus Griedelbach, zubereitet von Friedel in seinem Backofen. Davon träume ich heute noch!!! Was hatten wir für einen Spaß! Wie stand es in der Satzung …....zur Pflege der Geselligkeit!

Kurz nach der Gründung feierten wir das 1. Grillfest in und an der Grillhütte in Kröffelbach. Neben Kinderbelustigung gab es ein Tauziehen über den Mühlbach!! Für Erwachsene. Schon damals der Dauerbrenner: Was nehmen wir für die Wurst vom Grill 2 Mark oder 2 Mark 50 !? Endlose Diskussionen. Meistens legten wir eh drauf und das war gut so. Wir hatten da auch mal Federweißen geholt!

Zur Tradition wurde auch der Steckemarsch am 3. Weihnachtsfeiertag. Organisiert von Gundi und später von mir, war immer der Gaulskopf das Ziel , aber auch Bodenrod mit Keyboard und vielen Irrläufern und das grandiose Fest in Rolandseck mit dem Frauenchor aus  Kraftsolms. Wir hatten Kurt Goths Akkordeon vorher dorthin gefahren und das Unheil nahm seinen Lauf!!!

Besonders schwierig gestaltete sich die Aufnahme in den Ski Club. Der Aufzunehmende musste einen Schnaps aus einem Alpinski trinken. Es funktioniert, wenn der Ski eine Rille hat!!!

Der Vatertag wurde zum Familientag umfunktioniert und deftig gefeiert. Legendär das Fest am Horridoh. Es kam dabei zu einem Angriff auf Rom, angeführt durch die Legionäre Heinz und Herbert Planer – unvergessen!!!

Organisieren konnten wir. Wo ist das Problem? Drei Anrufe Bäcker, Metzger, Getränkehändler – fertig!

Eine Loipe sollte gespurt werden. Die / der Jagdpächter war nicht begeistert, das Forstamt stand auf Seiten der Pächter, aber wir haben nicht locker gelassen und eine Loipe wurde vom Naturpark Hochtaunus gespurt. Nützlich war unser guter Kontakt über Frosch zu dem Chef Herrn Herpel.

Unsere Alternativ Loipe in Hasselborn wurde von eben diesem Jagdpächter mit dem Jeep kaputt gefahren, die hatten eine Wildsau angeschossen und … wir sind dann zu der Jagdgesellschaft hin und haben Rabbatz gemacht! Das Fass war einfach übergelaufen. Bevor wir nach Hasselborn ausweichen mussten, gab es am Horridoh die erste gemeinsame Vereinsmeisterzierschaft nordisch und alpin mit vielen Startern und Siegern. Sieger waren wir eigentlich alle. Wir hatten Startnummern und Bambustorstangen und Jochen Schmidt hatte einen neuen Spitznamen.

Der obere Bereich Horridoh wurde von der evangelischen Kirche gepachtet und der untere Bereich dem Herrn Himmel abgekauft. Es war nicht easy, aber Günter und Klaus konnten bei einer Bauernversammlung das Pfarrland zu einem horrenden Preis pachten und der Herr Himmel hatte klar erkannt, dass wir ohne seine Hangwiese den Lift nicht stellen konnten. Heute würde ich sagen, so ein Drecksack, aber …... Helmut Lattermann half in seiner Funktion als Notar.

Eine Vereinszeitung wurde erstellt, genannt „Insider“, der alles wusste, obwohl er nicht überall dabei war. Die wichtigsten Infos standen immer zwischen den Zeilen.

Der Verfasser war ….......... er steht eigentlich vor Euch …. halt ich, der Mümmel!!

Und nicht Hans Homberg , mit dem ich mehrere Auftritte hatte.

Nach einer Söldenfahrt, alle Späße noch frisch,. Sektfrühstück auf dem Gletscher, Polonaise im Bus, Sekt im Whirlpool und weiter Jokes. Dabei war der vereinseigene Guru und dann später, als er seine Ausbildung abgeschlossen hatte, auch der vereinseigene Scharfrichter. Schnell getippt, überarbeitet, glänzend und genial formuliert .. von mir!!!!! Sagt doch Homberg nachdem er kurz den Text überflogen hatte: so geht das nicht, das muss ich alles umschreiben ! Ich :Wag es bloß nicht...  und der Text wurde nicht geändert. Ist er heute da? - Seine unvergessenen Klassiker sind und bleiben: gekühlte Getränke und Spezialitäten vom Holzkohlegrill!?

Mann darf halt nicht locker lassen!!

Ottmar Stahl, auch unser Verbindungsmann zu Stafa Druck, fiel jedes mal in Ohnmacht, wenn ich ihm die mit Maschine getippten Beiträge brachte. „Schreib es doch mit dem Computer, dann kann ich es direkt übernehmen!“

Computer, Schreibprogramm, Stick – was wusste ein Mümmel damals von so em Zeugs?

Im Winter wurde nach Züschen gefahren, in die bayerische Rhön, Jochen Schmidt mit Familie und Ottmar Stahl, die waren da praktisch zu Hause – Kinder und Jugendliche wurden natürlich mitgenommen. Nach den Holländeren waren die Waldsolmser die zweitstärkste Truppe!! Im Buschen der Firma Rühl oft dabei auch der kleine Marc Streller mit seiner Schwester Sabine und viele andere Jugendliche und immer eine Kiste Bier für die Rückfahrt. Der Fahrer trank nichts.

Gerüchte besagen, das die letzte Abfahrt einem Hasen fast das Genick gebrochen hätte. Zuviel Jagertee, zu schnell, Überschlag, Hand lädiert und Nacken geprellt!!! Im Deutschen Haus abends waren die Schmerzen schnell vergessen.

Zwei wunderschöne Feste haben wir gemeinsam gefeiert:

Das erste, das mir einfällt – 10 Jahre Ski Club in der Turnhalle am Samstag, 10. und Sonntag 11. Juni 1989

Die Halle war dekoriert mit Skiern aller Art, Surfbrettern, Riggs und Segel hingen von der Decke. Schirmherr war Winfried Emrich, für den Hessischen Skiverband sprach Ottmar Grünewald, alle Branoberndorfer Vereine waren da. Es wurde getanzt und gesungen. Am Sonntag gab es einen zünftigen Frühschoppen und Haxen mit Kraut von der Metzgerei Ludwig und Mattenskispringer! Die hatten tatsächlich auf dem Schulhof eine große Schanze aufgebaut und landeten nach Salto oder Drehung auf einem Luftkissen. Ein berauschendes Fest. Viele Hände trugen zum Gelingen bei.

Auch Euch ein Dankeschön.

 

Das zweite war ein TuS Jubiläum. Da der TuS 09 gegründet wurde kann es  das 75. gewesen sein!?75 plus 09 gleich 1984. Also eigentlich dann vor unserem Jubiläum.

Unsere Teilnahme am Festzug war der absolute Hammer. Es waren alle Abteilungen dabei und es wurden alle Aktivitäten den Zuschauern nahe gebracht.

Ski Alpin und Ski Nordisch, Rollerski, Wassersportabteilung – das erste Buschen mit der Surf Deko von Fiedel Ernst war geschmückt und aus dem Schiebedach schauten die Surfgirls Caroline Ernst und Claudia Gass raus,Radfahrer kleine und große, die Rennradfahrer in den engen Trikots, die Skigymnastik und nicht zu vergessen unsere „Hochgebirgsabteilung“ unter der Leitung von Kurt Auinger. Das sind die, die immer singen. Mit Seil und Hacken …......! Unser Bergführer Kurt veranstaltete viele Touren mit unseren Hochgebirgsfans. Ausgangspunkt oft seine Heimatregion Sölden, mit diversen Übernachtungen auf Hütten ganz, ganz oben und einige Teilnehmer kamen an ihre Leistungsgrenzen. Aber immer wieder – dank Kurt – gesund und heil runter ins Tal. Unvergleichliche Eindrücke da oben.

In diesem Bereich Ötztaler Gletscher / Schnalstaler Gletscher hatte man am19. September 1991 den Ötzi gefunden, der aber nachweislich nicht aus Brandoberndorf kam. Warum?

Die Eismumie wurde an der Universität Innsbruck untersucht. Er hatte Schuhe an …. und die stammten eindeutig nicht von Sorje Elfriede!!!

Ich habe erfahren, das Kurt mit Ottmar Stahl und Marcus oder Michael Lausch mit dem Mountainbike die Alpen überquerten und zwar auf Gebirgspfaden – keine Wege – bis an den Gardasee. Sie mussten teilweise ihre Räder tragen!? Die Logistik übernahm Rainer Happel mit seinem Bus.

Dir lieber Kurt ein herzliches Dankeschön für die große Verantwortung, die Du immer gerne übernommen hast. Dieses hochalpine Wandern ist nicht ungefährlich.

Und wenn ich jetzt gerade dabei bin – bevor ich es vergesse – der Ski Club veranstaltete viele Jahre für Kinder und Jugendliche aus Waldsolms Kletterevents an den Eschbacher Klippen, oft mit einer Übernachtung im Schwimmbad. Ferienspiele halt. Viele der Kids konnten begeistert werden und  vielleicht zieht es den einen oder die andere mal ins Hochgebirge,.

Der Insider war dabei, als im Festzelt Bier an der Theke geholt wurde mit Langlaufskiern an den Füssen   -  und als mit einem von Kurts Bergseilen dieser Weg zur Theke markiert wurde.

 

„Im Sommer müssen wir auch was machen!“

Für Kinder und junge Familien und alle , die Lust haben.

So der Insider nach einer „Vorstandsmitgliedschaftsverschnaufpause“ und mit wieder gewonnener Energie. Die eigenen Kinder im richtigen Alter, die Ehefrau war leicht zu begeistern. Sonntags raus, nicht kochen müssen – Ruck- Zuck war die Radwanderabteilung gegründet und los gings.

Zunächst kleinere Touren bis zum Kuhschwanz und wieder zurück. Dann baute Reinhard Suchaneck  einen großen Rad Anhänger für über 20 Räder. An der Nidda entlang, zum Schiffenberg, bis zum Inheider See und eine Übernachtung im Naturfreunde Haus unterhalb des Feldbergs mit Bayerischem Abend und leicht geschwächt dann die ganze Tour zurück bis Brandy. Es gab jedes Jahr ein Volksradfahren mit ADAC Kinder Geschicklichkeitsturnier, organisiert von Gundolf Duvier . Großes Fest auf dem Schulhof. Ein Schirmherr auf die Frage was er springen lässt:

Je weniger ich sagen muss, desto mehr … Apotheker Lettermann!

Zeitgleich wurde die Rennrad Abteilung organisiert. Jochen Wust war Chef der Truppe, die immer professioneller wurde. Oft nicht zu erkennen, mit knallengen Trikots, schnittigen Helmen, geilen Sonnenbrillen und bald auch mit maßgeschneiderten Rädern wurde sonntags  vormittags mal kurz zur Krombach gefahren Alle nahmen an den RTFs teil, fuhren 12 Mal um den Bodensee, 2 mal bis nach Sylt und sogar bis Sölden. Auch zwei Radl Ausflüge rund um Malle wurde durchgeführt.

Zurück zum Wintersport.

Die Langlauftruppe hatte mit Gudolf Duvier oft im Schwarzwald Quartier bezogen. Berggasthof Rössle in Aeule bei Lore Egg …..........

Ottmar Stahl war mit seiner LL Truppe im Vogelsberg unterwegs aber auch im Bayerischen Wald. Ein harter Kern war immer noch zu begeistern. Der Schnee halt nicht mehr so dicke bei uns …..

Eberhard Emrich organisierte mit seinen Freunden Skifreizeiten für Jugendliche, die sehr  beliebt und erfolgreich waren. Oft ging es sogar in die französischen Alpen – Neuland für viele. Unterstützt von den zahlreichen Ski Club Übungsleitern, einige darunter sogar mit Oberstufenlizenz – ich würde doch wieder einige vergessen  Namen ...Der Insider erfuhr, dass die eigene Tochter mit Thorsten Rinker gewettet und verloren hatte und dann im Bikinioberteil die Piste runter musste?!?

Schon damals galt: Mach was für Familien und Du bekommst immer mehr treue Mitlieder.

Schon damals galt Kleinarl als Geheimtipp für die Griedelbacher Freunde und Albert Mayer und Bruno Immel waren dort eigentlich schon zu Hause. Es etablierte sich eine Kleinarl Truppe – reine Männertruppe, die einmal im Jahr unterwegs war und beim Konrad auf der Schüttalm wohnte.

Nur Männer und dann auf einer einsamen Hütte, konnte das gut gehen – ja!

Auch hier erreichten den Insider News von einem Servierbrettrennen, das legendär blieb. Gewinner war Bernd Emrich, der auch als Baggerfahrer am Horridoh sich große Verdienste erwarb. Beim Bau der Lifttrasse. Der Insider   selbst war mit einem Freund bei der Annemarie Moser- Pröll im Gasthaus versackt und musste mit dem PKW der Wirtsleute zu Tal gebracht werden. Ehefrau und Tochter waren not amused!!! Kurz nochmal zum Bau der Lifttrasse: Wir waren immer in der Fassenacht …....Stambes, Vogelschmidt mit Mümmel im Tal bei Nebel spazieren und am Horrido  kreischen die Motorsägen.Längere Geschichte/Lifttrasse/Forstamt/  Sturmschaden/Leseschein und dann ran Bagger Bernd Emrich- Lkw Gundi Duvier, gestellt von der Baufirma Heinz Maurer.....

Zurück

Also machten wir was für Familien – und fingen an in Kleinarl, zogen dann weiter in andere Skigebiete. Das ganze war eine Win - Win Strategie:

der Verein konnte neue Mitglieder gewinnen, die Übungsleiter ihre Lizenz erhalten, die Eltern hatten Ruh vor den Kid, da im Kurs von 10.00 bis 16.00 Uhr und die Übungsleiter Ruh vor den Kid, da abends die Eltern übernahmen. Trotzdem gab es Hüttenabende und Nachtwanderungen, die von den Übungsleitern organisiert wurden. Ein großes Kompliment allen, die mit waren. Ich selbst habe viele Klassenfahrten gemacht und weiß, was das für eine Aufgabe ist.

Und wir kommen wieder zurück nach Kleinarl.

Es ist optimal, wenn die eigenen Kinder das richtige Alter haben und die Ehefrau auch skibegeistert ist und so übernahm, Marc Streller, der als kleiner Bub mit uns Alten in Züschen war, über viele Jahre die Organisation der jährlichen Skifreizeiten nach Kleinarl. Die Nachfrage war riesig, ein Wahnsinns Erfolg, die Hütte zu klein, sogar im Tal wurden Familien untergebracht. Es gab Vereins  Meisterschaften auf der Rennstrecke mit elektronischer Zeitmessung und zünftiger Siegerehrung. Bruno Immel konnte die erforderlichen Kontakte vermitteln. Immer auch mit einer professionellen Nachbereitung für die Medien. Ein Verein lebt auch von einer guten Pressearbeit!!

In einem Gespräch mit Marc sprachen wir beide auch über Zäsuren, das war kein medizinisches Fachsimpeln, sondern es ging um die Tatsache, wenn die eigenen Kinder herausgewachsen sind – wie geht es dann weiter mit dem Vereinsengagement? Macht Mann weiter oder endlich mal Urlaub ohne Kinder und große Verantwortung für eine Reisegruppe – endlich mal Ziele wo ich schon immer mal hinwollte ? Eine Äußerung von Dir, Marc, hat mich sehr bewegt: Für die Tochter vom Hüttenwirt, war erst dann Weihnachten, Silvester oder Ostern, wenn alle Strellerkinder auf der Hütte waren. Das spricht für Dein Engagement und das Engagement und die Herzlichkeit Deiner ganzen Familie. Ein großes Kompliment  - nicht nur von mir.

Du würdest weiterhin die Organisation übernehmen. Zielgruppe junge Familien. Wenn die Macher immer weniger werden, wie wird es weitergehen? Die Macher – am Anfang meiner Rede … Ihr erinnert Euch …?

Ein großes Kompliment und ein herzliches Dankeschön an alle Übungsleiter, die mit waren, an alle Organisatoren, Würstchendreher und Apfelweinerhitzer, an alle Vorstandsmitglieder, die es einmal waren und an die, die es heute sind. Ich nenne keine Namen, da ich bestimmt wieder einige vergessen werde, es wäre keine Absicht, sondern halt meiner Vergesslichkeit im hohen Alter geschuldet.

Wie bekommen wir neue und treue Mitglieder:

Skigymnastik, Geselligkeit, Freizeiten, sehr gute Pressearbeit, Werbung gezielt bei Neubürgern und Familien.

Die Macher sind alle im Rentenalter, aber stehen gerne für Tipps zur Verfügung.

„Lasst den Lift im Winter wieder laufen, wenn Schnee liegt und liegen bleibt und nehmt den Kindern kein Geld ab!“ - Fahrt mal wieder mit dem Radl.

Zum Schluss bedanke ich mich bei Euch, für die Zeit, die wir gemeinsam verbringen durften.

Ich grüße unsere Ehrenmitglieder:

Albert Mayer-  hochbetagt in Griedelbach, der eingeladen wurde  - Marc hätte ihn geholt und auch wieder  nach Haus gebracht -und

Gundolf Duvier, der sehr schwer erkrankt ist. Im Krankenhaus.

Wir sind in Gedanken bei Euch. Wir haben Euch sehr viel zu verdanken.

Unvergessen sind alle Macher, Förderer, Helfer, Freunde und Skikameraden/ innen, die schon allzu früh verstorben sind.

Wir alle wissen, an wen ich denke und wer Euch besonders nahe stand - und auch hier muss ich keine Namen nennen.

 

Euch Allen heute viel Spaß bei der Jubelveranstaltung, denkt an die schöne Zeit zurück, die wir hatten aber blickt auch nach vorne.

Wie hat das Schlitzohr Uli Höneß gesagt, bevor er ins Gefängnis ging „Das war s noch nicht!“

 …... war jetzt nicht so passend , oder...........

Denkt immer an die Satzung des Ski- Club Waldsolms, drin steht dick und fett unter Sinn und Zweck des Vereins

….......und zur Pflege der Geselligkeit!!

Euch allen und auf unseren Ski – Club ein dreifaches Ski heil  Ski Heil, Ski Heil...................

 

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